Cinch-Kabel

CinchCinch Kabel vieradrig - weiblichkabel sind die heutzutage am weitesten verbreiteten Anschlußkabel in der Consumer-Audiotechnik. Kurioserweise ist der Stecker nicht genormt, d.h. er findet sich nicht in der DIN, EN oder ISO wieder. Dennoch hat praktisch jedes Heimgerät für Audio oder Video solche Anschlüsse.

Cinch-Kabel gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Neben den meistens als Gerätebeigaben oder auch im Supermarkt erhältlichen dünnen, meistens schwarzen Kabeln zwischen 1m und 2m Länge mit roten und weißen Steckern gibt es Kabel in hoher Qualität bis hin zu High-End-Kabeln mit vergoldeten Steck-Kontakten, mehrfacher Abschirmung und Längen bis zu 30m und mehr.

Premiumkabel zeichnen sich dadurch aus, das sie die Masseverbindung als echte Abschirmung führen, das Kabel also InLine Premium Cinchkabel stereokoaxial aufgebaut ist. Ebenfalls haben Premiumkabel entsprechend höhere Leiterquerschnitte und einen hohen Kupferanteil in den Leitern. Bei preiswerteren Kabelsorten kommen hier unedlere Metalle, wie Aluminium etc. stärker zum Einsatz. Bei Premiumkabeln typisch ist auch ein hochwertiger, meistens verschraubter Stecker bzw. Buchse, bei dem man im Falle eines Abrisses das Kabel erneut anlöten (lassen) kann. Auch ist jeder Stecker bei einem Premium-Cinch-Kabel mit einem Edelmetall korrosionsfrei gemacht. Meistens werden die Steckkontakte vergoldet.

Im Gegensatz zur Standartware sind die Premiumkabel dicker und etwas unflexibler. Dafür erhält man auch bei  mehreren Metern Leitungslänge noch sehr gute Ergebnisse, oft ohne Qualitätseinbußen.

Cinchkabel findet man im Handel und vor allem im Internet auch unter den folgenden Schreibweisen:

  • Chinch
  • Cynch
  • Chynch
     

Im angelsächsischen Sprachraum und in Fachzeitungen ist auch vom RCA-Stecker oder "RCA Plug" bzw. "RCA jack" die Rede. Dies ist darauf zurückzuführen, das die RCA (Radio Corporation of America) diesen Steckverbindertyp in den 40er Jahren entwickelte. Tatsächlich kam dieser Anschluß zunächst mit Schallplattenspielern nach Deutschland.

Typische Nutzung bzw. Belegung der Farbcodierung im Audiosektor ist:

  • weiß: linker analoger Kanal (manchmal auch schwarz oder grau)
  • rot: rechter analoger Kanal
  • orange: Digital-Audio (S/P-DIF)
  • schwarz: Subwoofer oder Center-Kanal
  • grau: Lautsprecherstecker (selten)
     

bei Geräten, die sowohl abspielen als auch aufnehmen, wird manchmal ein Cinch-Kabel mit vier Leitern eingesetzt. Hier findet man die Farben Weiß, Rot, Schwarz und Gelbverwendet:

  • Weiß: linker Kanal für Wiedergabe
  • Rot: rechter Kanal für Wiedergabe
  • Schwarz: linker Kanal für Aufnahme
  • Gelb: rechter Kanal für Aufnahme
     

Diese Farbkombination wird auch für manche Adapter von Cinch auf 5-polige DIN-Buchsen verwendet.

Gedächtnisstütze: Die „bunten“ Anschlüsse sind rechts, die „farblosen“ links. Das bekannteste Pärchen Weiß-Rot wird zur Wiedergabe verwendet. (Gedächtnisstütze aus Wikipedia)

Der typische Signal-Pegel beträgt etwa 0 dB<u = 0,775 Veff. Der Widerstand bei Signalausgängen ist etwa 2,5 kOhm bis 5 kOhm, bei Signaleingängen von 30 kOhm bis 1 MOhm. Das entspricht nicht der CCITT-Norm = 600 Ohm.

S/P-DIF wird normalerweise auf Koax-Leitern mit 75 Ohm Wellenwiderstand betrieben. Typische analoge Audio-Cinchkabel haben keinen genormten Wellenwiderstand. Dennoch funktioniert die digitale Übertragung auf kurzen Distanzen zumeist ohne Probleme. Für größere Distanzen empfehlen sich Video-Cinchkabel, da das hier eingesetzte FBAS-Signal ebenfalls 75 Ohm Wellenwiderstand fordert.

Weitere Informationen:

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